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Fortgeschrittenes Melanom: Langzeitremissionen für einige Patienten
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Mittwoch, 22. August 2012
Dtsch Arztebl 2012; 109(33-34): A-1704 / B-1382 / C-1360
Melanomzellen sind eigentlich hochgradig immunogen, aber die T-Lymphozyten, die sie bekämpfen könnten, sind in ihrer Aggressivität gehemmt, u. a. durch das „cytotoxic T-lymphocyte-associated antigen 4 (CTLA-4). Der humane monoklonale Antikörper Ipilimumab, der CTLA-4 blockiert, ist seit einem knappen Jahr zur Behandlung des vorbehandelten, nichtresezierbaren oder metastasierten malignen Melanoms zugelassen, weil er in einer Phase-III-Studie die Ein- und Zweijahresüberlebensraten beinahe verdoppeln konnte. Langzeitdaten gibt es aus dieser Studie noch nicht, aber Kollegen am National Cancer Institute der USA in Bethesda präsentieren nun Daten aus drei frühen, nichtrandomisierten Studien mit Ipilimumab, die zwischen 2002 und 2005 durchgeführt wurden. Fazit: Diese Langzeitdaten zeigen, dass der Antikörper offenbar bei einer kleinen Anzahl von Patienten mit fortgeschrittenem Melanom dauerhafte Remissionen erzeugen kann, die möglicherweise sogar einer Heilung entsprechen. Ob das unter der Kombination mit Interleukin 2 wirklich häufiger vorkommt, muss in randomisierten Studien überprüft werden. Unter den Experten werde derzeit sowieso viel spekuliert, ob und welchen Kombinationen mit Ipilimumab die Zukunft gehören werde, sagt Prof. Dr. med. Carola Berking, Dermatologische Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität München. Als Partner würden u. a. BRAF-Inhibitoren, Chemotherapien und andere Immuntherapien (z. B. anti-PD-1-Antikörper) genannt. Zum Teil liefen dazu bereits Studien, andere seien geplant, limitierend seien aber (abgesehen von den Kosten) die Toxizitäten, die bei Kombinationen von Immuntherapien nicht vorhersagbar seien. Hier sei also Skepsis angebracht, erklärt Berking, wie weit man gehen könne. Josef Gulden
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