Leitfäden QM/QS

Leitfaden Digitale Pathologie

Leitfäden Montag, 26. März 2018

Leitfaden Digitale Pathologie in der Diagnostik – Befunderstellung an digitalen Bildern


Der vorliegende Leitfaden wendet sich an Pathologen, die sich mit dem Gedanken tragen, ihre Routinediagnostik ganz oder teilweise an virtuellen Schnitten durchzuführen, sowie an Hersteller von Komponenten oder kompletten Systemen der Digitalen Pathologie im Bereich der Digitalen Diagnostik.

Die Digitale Diagnostik in der Routine ist für Deutschland noch weitgehend Neuland und wirft zahlreiche technische und rechtliche Fragen auf, für die im Leitfaden Antworten aufgezeigt werden. Grundsätzlich besteht für Ärzte in Deutschland Methodenfreiheit in Diagnostik und Therapie. Diese gilt auch für die Diagnostik an digitalen Bildern reeller histologischer oder zytologischer Präparate, die für unser Fach sowohl der Goldstandard als auch das zu archivierende Original bleiben. In diesem Sinne ist das virtuelle Mikroskop zur Diagnostik an digitalen Bildern ein Arbeitswerkzeug wie das konventionelle Lichtmikroskop. Jeder Pathologe darf dieses Instrumentarium einsetzen, sofern er nachweisen kann, dass seine diagnostischen Fähigkeiten mit derartigen Verfahren denen an Originalpräparaten unter dem Lichtmikroskop ebenbürtig sind. Dafür wurde das Instrumentarium der Validierung entwickelt.

Die Sicherheit der Anwendung digitaler Verfahren steigt, wenn auch im technischen Bereich bestimmte Mindestanforderungen erfüllt sind, die in diesem Leitfaden ebenfalls beschrieben sind. Diese sind vor allem an die Geräte- und Systemhersteller adressiert. Schließlich wird im Leitfaden die Verwendung internationaler Standards in den verschiedenen Prozessen der Erzeugung, Verteilung und Archivierung digitaler Bilder dringlichst empfohlen, um dem anwendenden Pathologen größtmögliche Investitionssicherheit bei möglichem  Anbieter-  oder  Systemwechsel  zu  geben  und  eine  individuelle  Konfiguration  aus  einzelnen Komponenten für die Berücksichtigung lokaler Besonderheiten des Umfelds der Pathologieeinrichtung zu erleichtern. Die zahlreichen Empfehlungen des Leitfadens sind kapitelweise nummeriert und fortlaufend in den Text eingearbeitet sowie in einem gesonderten Kapitel zusammengefasst worden, nach ihren Adressaten gegliedert.

Kommission Digitale Pathologie

Autoren:
Peter Hufnagl
Ralf Zwönitzer
Gunter Haroske


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